Buchtipp des Monats
Rezension von textart-admin
3. April 2025
2 Min. Lesezeit

Moralische Ambitionen

eerschien im November 2024 im Rowohlt Verlag auf 336 Seiten. Erhältlich für 26,00 EUR

ISBN: 978-3-498-00718-8/Anzeige

Rutger Bergman stellt uns in seinem neuen Buch "Moralische Ambitionen" die Frage, was wir mit unserer begrenzten Zeit auf dieser Welt in diesem Leben anfangen wollen. Er plädiert in seinem Buch für die Definition von Erfolg, die nicht nur bedeutet, als Individuum so schnell und so hoch wie möglich auf der Karriereleiter zu klettern, sondern neben dem persönlichen Gewinn den sozialen Nutzen berücksichtigt, wenn nicht sogar in den Mittelpunkt stellt. Er spricht hier klar den Teil der Gesellschaft an, der die Chance hat seine Karriere frei zu gestalten. Die moralische Ambition ist damit der Wille, unsere jetzige Welt drastisch zu verändern und zwar im Guten. Und damit die eigene Karriere den großen gesellschaftlichen Problemen unserer Zeit zu widmen.

"Es ist das Bedürfnis, etwas zu bewirken und etwas zu hinterlassen, das wirklich zählt."

Bergman fordert uns dazu auf, unsere Talente und Ambitionen für das Gemeinwohl einzusetzen. Dafür führt er historische Beispiele an, stellt uns die Pioniere ihrer Zeit vor und Menschen, die ihr Leben nach ihren Idealen ausrichteten. Es geht um die Menschen, die in der Vergangenheit den Unterschied gemacht haben und die Menschen, die es ihnen heute gleich tun. So kann jeder einzelne den entscheiden Beitrag zur Verbesserung bewirken.

Bergman versucht Impulse zu setzen und gibt einen Überblick über die geschichtlichen Entwicklungen und Ereignisse. Er zeigt auf, wo wir durch moralische Ambitionen heute stehen und wo wir stehen könnten.

Wie von Bergman gewohnt, sind seine Ansätze und Gedanken inspirierend und machen Mut. Man kann einiges an Wissen und Ansatzpunkten mitnehmen und bekommt viele Denkanstöße. Allerdings sind sie auch sehr individualistisch und Bergman lässt strukturelle Probleme in unserer Gesellschaft dabei außer Acht. Mit seinem Buch adressiert er eindeutig AkademikerInnen, die die Ressourcen haben, moralische Ambitionen umzusetzen.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, es lässt sich super lesen und hat die komplexen Themen verständlich erläutert. Der rein individualistisch und privilegierte Ansatz passte für mich nur nicht immer ganz mit den gewählten Anekdoten von Pionieren und Vorreitern zusammen, die Bergman gewählt hat. 

"Die Geschichte tut nichts. Menschen tun Dinge. Wenn es Gerechtigkeit auf dieser Welt gibt, muss sie aus uns selbst kommen. Und wenn wir versagen, wird es keine Gerechtigkeit geben."

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